Berufsbild Industriemechaniker

Der Teilqualifizierungsbaustein 1 „Bauteile mit manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren herstellen“ Zeitrahmen: 10 Wochen davon 3 Wochen Praktikum

  • Die Lernenden lesen Zeichnungen und Arbeitspläne für die Herstellung von Bauteilen und sind in der Lage, die Darstellungen und Angaben zur Identifikation der Bauteile und Arbeitsabläufe zu nutzen. Sie erstellen einfache Skizzen und ermitteln die für die Herstellung von Bauteilen betriebsüblichen Arbeitsablauffolgen. Für die manuelle und mit einfachen maschinellen Fertigungsverfahren unterstützte Herstellung von Bauteilen wählen sie die erforderlichen Spannmittel, Maschinen und Werkzeuge aus und ermitteln die für den Herstellungsprozess benötigten Technologiedaten.
  • Die Lernenden bereiten Werkzeuge und Maschinen für die Herstellung von Bauteilen vor und stellen die für den Herstellungsprozess erforderlichen Technologiedaten ein. Zur Herstellung der Bauteile wenden sie im Schwerpunkt maschinelle Bearbeitungsverfahren wie Sägen, Bohren, Reiben und Senken an. Dabei beachten sie Arbeitssicherheitsvorschriften und Umweltrichtlinien.
  • Die Lernenden sorgen für Ordnung, Pflege und Wartung der von ihnen genutzten Betriebsmittel. Nach jedem Bearbeitungsvorgang wählen die Lernenden zur Kontrolle der hergestellten Bauteile geeignete Prüfmittel aus und wenden diese fachgerecht an. Sie bewerten und dokumentieren die Ergebnisse und übergeben das fertige Bauteil zur Weiterverarbeitung oder Endabnahme  

Der Teilqualifizierungsbaustein 2: „Bauteile zu Baugruppen fügen“ Zeitrahmen: 10 Wochen davon 3 Wochen Praktik

  • Die Lernenden planen die Herstellung von Baugruppen durch Fügen und nutzen dabei Gesamtzeichnungen, Stücklisten, Anordnungs-und Montagepläne. Sie unterscheiden Fügeverfahren nach ihren Wirkprinzipien. Sie wählen die erforderlichen Werkzeuge, Materialien, Normteile und Vorrichtungen aus und klären Ablauf sowie Organisation der Montagearbeiten unter Beachtung terminlicher und betriebswirtschaftlicher Vorgaben im Team
  • Die Lernenden stellen Prüfkriterien für die erforderlichen Funktionsprüfungen an den Baugruppenauf und entwickeln Prüfpläne
  • Die Lernenden richten ihren Arbeitsplatz ein, bereiten die erforderlichen Werkzeuge und Vorrichtungen zum Fügen von Bauteilen vor. Sie transportieren, pflegen, kennzeichnen und lagern Bauteile, Baugruppen und Betriebsmittel nach Vorschrift. Dabei beachten sie die Bestimmungen des Arbeits-und Umweltschutzes
  • Die Lernenden fügen Bauteile aus identischen und unterschiedlichen Werkstoffen mit lösbaren Verbindungen wie Verschrauben und Verstiften sowie nichtlösbaren Verbindungen wie Kleben zu Baugruppen. Sie kontrollieren die Lage der montierten Bauteile sowie die Funktion der Baugruppen. Anschließend führensie erforderliche Nacharbeiten zur Beseitigung von Qualitätsmängeln durch. Zur Funktionskontrolle nutzen sie die ausgewählten Prüfmittel und bewerten die Prüfergebnisse
  • Die Lernenden stellen die Einsatzfähigkeit der ausgewählten Prüfmittel fest. Sie dokumentieren die Arbeitsergebnisse undnutzen diese zur Optimierung künftiger Montageabläufe

Der Teilqualifizierungsbaustein 3: „Herstellen von Bauteilen mit maschinellen Fertigungsverfahren “ Zeitrahmen: 16 Wochen davon 4 Wochen Praktiku

  • Die Lernenden lesen und nutzen komplexe Einzelteilzeichnungen sowie Arbeitspläne zur Planung und Vorbereitung der maschinengestützten Fertigung von Bauteilen. Sie erstellen und ändern Teilzeichnungen und Arbeitsablauffolgen und nutzen dazu betriebsübliche Anwendungsprogramme
  • Sie wählen selbstständig die zur Herstellung erforderlichen Spannmittel, Werkzeuge und Betriebsstoffe aus und fordern sie termingerecht an. Dabei berücksichtigen sie die Werkstoffeigenschaften und die Einflüsse des Fertigungsprozesses auf Maße, Oberflächengüte und Form der Bauteile, um die erforderlichen Technologiedaten bestimmen zu können
  • Die Lernenden entscheiden, ob im Rahmen der spanenden Fertigung eine Wärmebehandlung erforderlich ist. Sie beachten Aufbau und Wirkungsweise der im Rahmen des Fertigungsprozesses einzusetzenden Maschinen und bestimmen geeignete Fertigungs- und Prüfverfahren.
  • Die Lernenden rüsten die Maschinen für den Einsatz und spannen Werkzeuge und Werkstücke nach Vorgabe. Sie stellen Bauteile auch durch Kombination unterschiedlicher maschineller Fertigungsverfahren, insbesondere durch Drehen und Fräsen her; dabei beachten sie sicherheitsrelevante Vorschriften
  • Unter Beachtung fertigungsrelevanter Qualitätsanforderungen wählen sie geeignete Prüfmittel aus und wenden sie regelgerecht an. Sie führen Sichtprüfungen mechanischer und elektrischer Bauteile durch, setzen sie instand oder veranlassen die Reparatur. Sie inspizieren, pflegen und warten die im Fertigungsprozess eingesetzten Betriebsmittel und dokumentieren die Durchführung. Sie handhaben und entsorgen Hilfs- und Abfallstoffe umweltgerecht
  • Die Lernenden kontrollieren und beurteilen die Arbeitsergebnisse mit Hilfe geeigneter Prüfmittel. Zur Dokumentation und abschließenden Bewertung der Prüfdaten erstellen sie Prüfprotokolle und sichern sie nach betriebsüblichen Vorschriften
  • Die Lernenden nutzen Arbeits- und Prüfergebnisse zur Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen für Arbeitsabläufe und Fertigungsprozesse und
  • stellen sie im Team zur Diskussion. Sie begründen ihre Vorstellungen und reagieren sachbezogen auf Kritik