Metalltechnik

Umschulung zum/zur Industriemechaniker/in (IHK)

Beginn: Sommer 2020
Dauer: 28 Monate
Förderung: Bildungsgutschein

Weitere Informationen unter 0221/971401-0

 

Umschulung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in (IHK)

Beginn: Sommer 2020
Dauer: 28 Monate
Förderung: Bildungsgutschein

Weitere Informationen unter 0221/971401-0 

Berufsbild Industriemechaniker/in

*unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und ökologischen Aspekten

Industriemechaniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

  • Industriemechaniker/innen stellen Geräte, Maschinen und Produktionsanlagen her, richten sie ein oder bauen sie um.
  • Sie überwachen und optimieren Fertigungsprozesse und übernehmen Reparatur- und Wartungsaufgaben.
  • Sie sind in Produktion und Instandhaltung tätig, wo sie dafür sorgen, dass Maschinen und Fertigungsanlagen betriebsbereit sind. Industriemechaniker/innen stellen diese her, richten sie ein und prüfen ihre Funktionen. Hierfür gehen sie nach geeigneten Prüfverfahren vor, ermitteln Störungsursachen, bestellen passende Ersatzteile oder fertigen diese selbst an und führen Reparaturen aus. Nach Abschluss von Montage- und Prüfarbeiten weisen sie Kollegen oder Kunden in die Bedienung und Handhabung ein. Wenn sie in der Fertigung von Maschinen und feinwerktechnischen Geräten arbeiten, stellen Industriemechaniker/innen vor allem Bauteile aus Metall und Kunststoff her.
  • Sie drehen, fräsen, bohren und schleifen das Material, schweißen oder verschrauben die Bauteile und montieren und justieren sie.
  • Sie überprüfen die vom Kunden gelieferten Daten und Anweisungen auf Vollständigkeit. Eventuell holen sie noch zusätzliche Informationen ein, um Fehlerursachen leichter aufzuspüren.
  • In einer Projekt- und Aufgabenbeschreibung halten sie fest, was genau bei einem Arbeitsauftrag zu tun ist. Sie werten – zum Teil auch englischsprachige – technische Unterlagen aus und fertigen Montage- und Demontagepläne an. Sie wählen die Werkstoffe, Maschinen, Werkzeuge und Prüfmittel aus und berücksichtigen dabei sicherheitstechnische und terminliche Vorgaben, Werkzeug- und Maschinenkosten sowie den Materialverbrauch.
  • Die Arbeitsschritte planen Industriemechaniker/innen zusammen mit Kollegen und Kolleginnen – etwa aus dem Bereich Elektrotechnik und Mechatronik. Oft führt nur Teamarbeit zum Ziel. Dabei ist analytisches und logisches Denken ebenso gefragt wie Ausdauer. Im Anschluss an die Diagnose erstellen Industriemechaniker/innen Prüfprotokolle und bewerten die Prüfergebnisse. Bevor sie den Fehler beheben, planen sie auch hier die einzelnen Arbeitsschritte und wählen die geeigneten Werkzeuge, Maschinen, Werkstoffe und Hilfsmittel aus.
  • Sie stellen Maschinenwerte neu ein, demontieren Baugruppen oder Einzelteile und reparieren sie, geben die Herstellung von Ersatzteilen in Auftrag oder fertigen sie selbst an. Nach Beendigung der Reparatur- und Prüfarbeiten schreiben sie ein Abnahmeprotokoll und übergeben die Maschine dem Kunden. Diesen weisen sie auf auftragsspezifische Besonderheiten und auf Sicherheitsvorschriften hin.
  • Sie entsorgen Schmierstoffe, Metallspäne und andere Abfallprodukte nach Maßgabe des betrieblichen Umweltschutzes.
  • Darüber hinaus optimieren Industriemechaniker/innen maschinelle Bearbeitungsprozesse und kontrollieren sie. Damit die Arbeitsprozesse so reibungslos funktionieren wie ihre Maschinen, arbeiten sie mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb zusammen, berücksichtigen Qualitätsvorgaben und wirken so an der Einhaltung von Qualitätsstandards und an der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessabläufen, der Fertigungsqualität und der Arbeitssicherheit mit.
  • Industriemechaniker/innen spezialisieren sich vor allem auf die Einrichtung, Programmierung und Umrüstung CNC -gesteuerter Produktionsanlagen. Weitere Bereiche sind Instandhaltung, Reparatur, Kundendienst (auch im Ausland) und Qualitätskontrolle. Je nach Betrieb konzentrieren sie sich vor allem auf Produkte des Maschinen- und Anlagenbaus, der Produktionstechnik, des Feingerätebaus oder auf Anlagen und Maschinen bestimmter Hersteller. Erfahrene Fachkräfte können auch als Vorarbeiter/innen tätig werden.

Zielgruppen:

  • für  Arbeitslose/ Langzeitarbeitslose Personen mit Interesse / Vorkenntnissen am / im gewerblichen Tätigkeitsbereich
  • Personen, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können bzw. die eine geringe Einstellungsmöglichkeit im erlernten Beruf erfahren
  • Migranten, denen ggf. nur Teilqualifikationen des im Herkunftsland erworbenen Berufsabschlusses anerkannt werden.

Berufsbild Zerspanungsmechaniker/in

unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und ökologischen Aspekten

Zerspanungsmechaniker/in ist ein anerkanner Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

  • Zerspanungsmechaniker/innen fertigen mittels spanender Verfahren metallene Präzisionsbauteile für technische Produkte aller Art. Dies können etwa Radnaben, Zahnräder, Gewinde oder Getriebe-, Motoren- und Turbinenteile sein. Zerspanungsmechaniker/innen richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und schreiben oder modifizieren hierfür CNC-Maschinenprogramme.
  • Sie spannen die Metallteile und Werkzeuge in die Maschinen ein, richten sie genau aufeinander aus und setzen den Arbeitsprozess in Gang.  Sie prüfen, ob Maße und Oberflächenqualität der gefertigten Werkstücke den Vorgaben entsprechen. Treten Störungen auf, stellen sie deren Ursachen mit Hilfe geeigneter Prüfverfahren und Prüfmittel fest und sorgen für Abhilfe.
  • Sie übernehmen außerdem Wartungs- und Inspektionsaufgaben an den Maschinen und überprüfen dabei vor allem mechanische Bauteile.
  • Je nach Arbeitsauftrag erstellen sie eine Projekt- und Aufgabenbeschreibung, in der sie auch den Verlauf der Bearbeitung dokumentieren. Sie werten – zum Teil auch englischsprachige – technische Unterlagen aus, ermitteln die Fertigungsparameter und prüfen, ob die gewünschte Stahlart im Lager vorhanden ist. Auch das Arbeiten im Team kommt nicht zu kurz: Zerspanungsmechaniker/innen sprechen sich bei vielen Aufgaben mit Kollegen ab, etwa um den Materialfluss zu verbessern und Kundenwünsche sowie sicherheitstechnische und terminliche Vorgaben zu berücksichtigen. Wirtschaftliche Aspekte wie Bearbeitungsdauer, Werkzeug- und Maschinenkosten und Materialverbrauch spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
  • Ist die Arbeitsabfolge festgelegt, wählen Zerspanungsmechaniker/innen die Maschinen, die passenden Werkzeuge -etwa Drehmeißel, Fräsen und Bohrer – sowie Prüfmittel aus. Möglicherweise geben sie neue Steuerungsprogramme in die CNC-Maschinen ein oder rufen bereits fertige ab, die sie ggf. optimieren. Ist das Programm erstellt und eingegeben, richten sie die Maschine und die entsprechenden Werkzeuge ein. Dabei montieren sie auch die Spannvorrichtungen sowie Zusatzeinrichtungen für verschiedene Dreh- und Fräsverfahren. Sie prüfen Drehmeißel, Bohrer und Fräswerkzeuge auf Schneidfähigkeit, Abmessung und Form, montieren und positionieren sie. Maschinenwerte wie Fräsgeschwindigkeit und -tiefe sind ebenfalls einzustellen oder in Bearbeitungsprogrammen festzulegen. Nach einem Probelauf starten Zerspanungsmechaniker/innen den Fertigungsprozess, den sie ständig kontrollieren.
  • Große Sorgfalt und Umsicht sind dabei unerlässlich.
  • Besonders in der Einzelfertigung nehmen sie immer wieder Zwischenmessungen am Werkstück vor, um sicherzustellen, dass die vorgegebenen Qualitätsnormen eingehalten werden. Bei Abweichungen korrigieren sie die Einstellungen der Maschine, auch wenn es sich nur um wenige hundertstel Millimeter handelt.
  • Treten Betriebsstörungen auf, beheben sie die Fehler, tauschen Werkzeuge aus oder verändern z.B. die Drehzahl des Bohrers. An den Maschinen arbeiten Zerspanungsmechaniker/innen in der Regel allein.
  • Schutzkleidung ist unabdingbar, insbesondere Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Gehörschutz, bei manchen Arbeiten auch eine Schutzbrille.
  • Ist ein Werkstück fertiggesstellt, messen sie nach, ob alle Abmessungen mit den Auftragsdaten übereinstimmen und überprüfen die Oberflächenqualität.
  • Auch für die Wartung und Pflege der Maschinen und Werkzeuge sind sie verantwortlich: Sie schleifen Drehmeißel und Bohrer, reinigen und schützen sie vor Korrosion. Kühlmittel, Schmierstoffe, Metallspäne und andere Abfallprodukte entsorgen sie nach Maßgabe des betrieblichen Umweltschutzes. Damit die Arbeitsprozesse so reibungslos funktionieren wie ihre Maschinen, arbeiten Zerspanungsmechaniker/innen mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb zusammen.
  • Sie halten die Qualitätsvorgaben penibel ein und wirken so an der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessabläufen, der Fertigungsqualität und der Arbeitssicherheit mit.

Zielgruppen:

  • für  Arbeitslose/ Langzeitarbeitslose Personen mit Interesse / Vorkenntnissen am / im gewerblichen Tätigkeitsbereich
  • Personen, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können bzw. die eine geringe Einstellungsmöglichkeit im erlernten Beruf erfahren
  • Migranten, denen ggf. nur Teilqualifikationen des im Herkunftsland erworbenen Berufsabschlusses anerkannt werden.